Willkommen im Laconic-Records Blog
Aktuell befinden sich zwei neue Synthesizer in den Startlöchern. Zum einen der Teenage Engineering OP-1 und zum anderen der M-Audio Venom. Doch kann man die beiden überhaupt vergleichen? Den rein optisch ähneln die beiden sich nicht wirklich.
Der OP-1 interpretiert den Begriff Synthesizer neu, denn schon seine Größe, die ungefähr der bekannter Slim-Line Controller , wie dem Korg NanoPad oder dem Akai LPD 8 entsprechen wird, ist für einen Synthesizer mit Tastatur untypisch. Jedoch bietet das Gerät alles, was zu einem ordentlichen Synth gehört.
Vom Sound her bewegt er sich im traditionellen Synthesizer-Bereich, bringt also altbekannte Sounds, von spacigen Höhen bis zu richtig fetten Bässen. Durch den integrierten Mehrspur-Arpeggiator wirken diese aber frisch und neu. Aber es handelt sich da nicht nur um einen Synthesizer.
Über den integrierten Sampler lassen sich Samples ideal in Tracks einbauen. Doch das eigentlich geniale am Sampler ist, dass das Signal nicht nur von den altbekannten Quellen, wie Mikro, interner Speicher oder Line-Eingang, bekannt zum Beispiel durch den Korg MicroSampler, kommt, sondern auch direkt vom integrierten UKW-Radio abgenommen werden kann.
Egal, ob Sampler oder Arpeggiator, irgendwo müssen die Sounds ja gespeichert werden. Das passiert beim OP-1 über einen integrierten 4-Spur-Recorder, der als klassisches Band-Aufnahmegerät dargestellt wird. Das dient nicht nur dem Vintage-Style, sondern macht ihn auch, durch Features wie Looping und Rückwärtslauf und Looping, zum integrierten Effektgerät.
Abgerundet wird der Alleskönner durch seine Controller-Funktion mit der in Verbindung mit dem Rechner zum Beispiel die DAW gesteuert werden kann.
Viel Gerede, aber kein Sound? Richtig! Deshalb hier mal ein Track, der mit dem OP-1 produziert wurde:
Woran man sich bei dem Synthi nur noch stören könnte, ist das sehr futuristische und minimalistische Design, was vielleicht nicht jeden anspricht.
Hier kommt M-Audio’s Venom ins spiel. Dieser bewegt sich schon von seinem äußeren her im klassischen Design. Auch die Sounds sind angelehnt an die Klassiker der Synthesizer-Geschichte. Durch die Modulation mit M-Audio’s digitaler Synth-Engin bekommt der Venom aber trotz aller Angepasstheit einen ganz eigenen Charakter. Durch Features, wie dem USB-Anschluss, über den er zur Soundkarte mutiert, macht der Venom klar, das er nicht nur eine Kopie vergangener Zeiten ist.
M-Audios neuer Spross bietet ebenfalls einen Arpeggiator, steht da also dem OP-1 nicht nach.
Für Keyborder, die den Sound von Synthesizern lieben, jedoch kein Interesse an umfangreichen Einstellungen haben, dürften die unzähligen Patches auch sehr interessant sein. Hier bekommt man quasi auf Knopfdruck die gewünschte Modulation des Sounds.
Wenn man also was wirklich Innovatives sucht, um sich vom Instrument selber inspirieren zu lassen, ist man beim OP-1 von Teenage Engineering genau richtig. Für denjenigen, der mehr nach einem klassischen, aber dennoch einfach zu bedienenden Synthesizer sucht, wird wohl eher der Venom interessant sein.
Man darf also gespannt sein.
Keine Kommentare »
Es gibt noch keine Kommentare.
RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel. TrackBack-URL
